Zuschlagskalkulation und Rückwärtskalkulation
Um kostendeckende und gewinnbringende Preise zu kalkulieren, finden in Handelsbetrieben
unterschiedliche Kalkulationsmethoden Anwendung.
In der Regel nutzt der Händler zur Kalkulation seiner Waren die sogenannte Zuschlagskalkulation.
Ausgehend vom Listeneinkaufspreis werden alle Preisminderungen, wie beispielsweise der Lieferantenrabatt in Abzug gebracht
und die Bezugskosten, der Handlungskostensatz sowie der
Gewinnaufschlag hinzugerechnet.
Am Ende steht der Verkaufspreis, der im Regelfall erzielt werden sollte.
Bei starkem Konkurrenzdruck hilft die Rückwärtskalkulation.
Ausgehend vom Bruttoverkaufspreis der Konkurrenz, ermitteln Sie zu Ihrer eigenen Kosten- und Gewinndeckung
den Zieleinkaufspreis anhand Ihrer betrieblichen Situation.
Damit Ihnen beim Verkauf der Ware zum Konkurrenzpreis ein Gewinn bleibt und alle Kosten gedeckt
sind, sollte der Zieleinkaufspreis möglichst über dem Preis liegen, den Ihr Lieferant von Ihnen fordert.
Selbstverständlich eignet sich die Rückwärtskalkulation auch hervorragend zur Überprüfung Ihrer
bisherigen Angebotspreise.
Sie können sozusagen auf Klick feststellen, ob Sie kostendeckend arbeiten
und ob Ihnen nach dem Verkauf der Ware noch ein Rest verbleibt, um Ihr Unternehmergehalt, Ihren Kapitaleinsatz
und Ihr Unternehmerrisiko auszugleichen.